Idee und Planung
Meist setzt man sich einfach an den Computer und fängt an, eine Webseite zu „basteln“. Keine Frage, mit etwas Kenntnissen und dem notwendigen Zubehör gelingt das auch recht schnell.
Um aber auch später noch den Überblick zu haben, kann es nicht schaden, eine kurze Vorabplanung zu machen. Bei geschäftlichen Seiten ist dies schon kein „kann“ mehr, sondern unabdingbare Vorrausetzung!
Doch wie plant man eine Webseite?
Ob Sie es glauben oder nicht, mit Papier und Bleistift. Ich entwerfe jede Webseite zuerst auf einem Blatt Papier, schreibe mir Stichpunkte auf, entwickle die Navigationsstruktur und skizziere das Design. Von vielen Webmastern kenne ich eine ähnliche Herangehensweise an das Thema. Kaum jemand setzt am Anfang seine Webseite direkt am Computer um.
Schauen wir uns einmal an, welche Punkte man bei der Planung berücksichtigen sollte. Dazu haben wir eine kleine Checkliste erstellt:

Bild: Entwerfen Sie Ihre Webseite zuerst auf einem Blatt Papier
1. Idee und Zielgruppe?
Wichtig ist, dass Sie sich als erstes klar machen, welches Thema soll meine Homepage beinhalten, wen will ich mit meiner Präsenz im Internet ansprechen und welche Informationen müssen zwingend auf der Website angeboten werden.
Gibt es jemanden, den diese Informationen interessieren? Diese Frage gehört wohl mit zu den wichtigsten. Wenn es keine Interessenten (Zielgruppe) gibt, nützt die schönste und umfangreichste Website nicht. Sicherlich würden Sie sich ärgern, wenn Sie Ihre Homepage fertig haben, die Besucher allerdings ausbleiben.
Oftmals höre ich das Argument „Das gibt es doch schon!!“ Na und? Lassen Sie sich nicht davon abhalten, Ihr eigenes Projekt zu starten. Gerade die Vielfalt macht das Internet so interessant. Das ist natürlich nur dann so, wenn Sie Ihre eigenen Erfahrungen, Texte, kurzum, Ihre eigenen Inhalte einbringen. Stupides abschreiben, eventuell sogar „Text- oder Contentklau“ kann schnell zu rechtlichen Problemen führen und wird auf Dauer keine Besucher an Ihre Webseite binden.
Zielgruppe gefunden? Gut, dann überprüfen Sie die von Ihnen geplanten Inhalte. Der Inhalt (auch „Content“ bezeichnet) muss auf jeden Fall mit den Interessen der Zielgruppe übereinstimmen oder das Interesse wecken.
Will Franz zum Beispiel über sein Hobby (nehmen wir mal an, dass es die Aquaristik ist) berichten wird wohl niemand sich für die letzten Urlaubsfotos, die Bilder des neuen Autos oder die Daten des PC's interessieren. Sicherlich aber wohl für Fotos des eigenen Aquariums, der Pflanzenwelt im Aquarium und natürlich für die verschiedenen Fischarten. Denkbar sind auch Berichte über eigene Erfahrungen mit der Aufzucht oder über das Zusammenleben der verschiedenen Arten. Und natürlich sollten ein paar Links zum Thema und Ihre Bezugsquellen im Netz als Informationen nicht fehlen.
2. Kann ich das umsetzen?
Content und Zielgruppe sind klar. Jetzt sollte man sich wohl einen ersten Überblick verschaffen, ob ich die nötigen Informationen selbst zusammen und diese entsprechend formulieren kann.
Berichte ich auf der Seite über aktuelle Dinge oder über ein einmaliges Ereignis? Bedenken Sie, dass eine Homepage auch gepflegt werden will. Bringen Sie die News aus dem letzten Jahr, dann wird das wohl nichts.
Schätzen Sie ab, wieviel Zeit Sie selber investieren können. Eventuell überlegen Sie, ob Sie Freunde oder Bekannte haben, die mit Ihnen gemeinsam am Projekt arbeiten.
3. Welche Techniken kommen zum Einsatz?
Der nächste Punkt in unserer Checkliste bezieht sich auf das Projekt selbst. Wie erstelle ich die Webseite? Nutze ich reines HTML oder programmiere ich meine Seiten dynamisch zum Beispiel mit PHP? Oder kommen gar ein Content Management Systeme (CMS) zum Einsatz?
Diese Frage lässt sich nicht ganz pauschal beantworten. Für Ihre allererste Homepage und mit geringer oder garkeiner Erfahrung empfehle ich Ihnen, die Seite vorerst rein in HTML zu erstellen. Der Lerneffekt ist sehr hoch und Sie werden sich innerhalb kürzester Zeit mit HTML anfreunden.
Haben Sie bereits Erfahrung und Ihr Interesse und Ihre Zeit ermöglichen dies, dann sollten Sie sich ruhig an PHP oder einer vergleichbaren Skriptsprache versuchen. Ich empfehle PHP, eine sehr einsteigerfreundliche Sprache, mit der Sie in kurzer Zeit schon recht beachtliche Ergebnisse erziehlen können.
Bleiben vorgefertigte CMS. Eine Gretchenfrage. Haben Sie nicht viel Zeit oder möchten Sie sich nicht allzusehr in die Materie vertiefen, dann kann dieser Schritt zum fertigen CMS richtig sein. Es kann aber auch komplett nach hinten losgehen, denn Ihnen fehlen notwendige Grundlagen, so das Sie früher oder später vor scheinbar unlösbare Aufgaben gestellt werden. Besitzen Sie jedoch Grundlagen in HTML und vielleicht sogar in einer Skriptsprache, dann stellt dies für Sie keine Hürde dar.
Aktualisiert (Montag, den 22. März 2010 um 02:01 Uhr)
